Rastatt | 1. August 2016 |

Neue Förderprogramme zur Heizungsoptimierung und für Brennstoffzellen-Heizungen gestartet

Am 1. August 2016 startet das Bundeswirtschaftsministerium zwei neue Förderprogramme für die Energiewende im Heizungskeller. Brennstoffzellen-BHKW sollen verstärkt in Wohngebäuden eingesetzt werden.

Mit der Optimierung von bestehenden Heizungsanlagen sollen schnell und kostengünstig Effizienzgewinne und damit CO2-Einsparungen erzielt werden. So sollen bis 2020 jährlich bis zu 2 Millionen Pumpen ausgetauscht und 200.000 hydraulische Abgleiche durchgeführt werden und damit rund 1,8 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermieden werden.

Mit der Förderung von Brennstoffzellen-Heizungen soll daneben eine neue und zukunftsweisende Technologie breitenwirksam am Markt etablieren. Die Brennstoffzellen-Technologie ermöglicht die gleichzeitige hocheffiziente Strom- und Wärmeerzeugung.

In der Pressemeldung des BMWi stellt Bundeswirtschaftsminister Siegmar Gabriel fest: „Mit den beiden neuen Förderprogrammen bringen wir die Energieeffizienz großflächig in die deutschen Heizungskeller. Durch die Förderung von niedriginvestiven Maßnahmen wie dem Pumpenaustausch oder einer Heizungsoptimierung werden wir schnell und umfassend CO2-Einsparungen erzielen. Wir unterstützen das mit 30% Förderung der Investitionen und helfen damit Millionen Gebäudeeigentümern und -nutzern, ihre Heizungssysteme zu optimieren. Daneben setzen wir mit der Förderung von Brennstoffzellen-Heizungen die richtigen Impulse, um diese innovative und hocheffiziente Technologie am Markt zu etablieren “

Heizungsoptimierung

Durch die Optimierung bestehender Heizsysteme können Effizienzgewinne schnell erzielt werden. So kann der Austausch einer alten ineffizienten Pumpe durch ein hocheffizientes Modell zu einer Energieersparnis von bis zu 80% führen. Beim hydraulischen Abgleich wird das bestehende Heizsystem so optimiert, dass nur noch so viel Wärme verbraucht wird, wie auch benötigt wird. Kalte oder zu heiße Heizkörper gehören dann der Vergangenheit an.

Das Förderprogramm soll zugleich auch Heizungsbesitzer für die Vorteile von Effizienzmaßnahmen sensibilisieren und auf die weiteren Beratungs- und Förderangebote in diesem Bereich aufmerksam machen. Daher ist das Programm eng verknüpft mit der kürzlich gestarteten Kommunikations- und Aktivierungskampagne „Deutschland macht´s effizient“ des BMWi.

Konkret gefördert wird der Austausch alter Heizkreispumpen durch hocheffiziente Heizungs- und Trinkwasserzirkulationspumpen in Gebäuden. Außerdem wird die Heizungsoptimierung durch hydraulischen Abgleich sowie zusätzliche niedriginvestive Maßnahmen wie z. B. der Tausch von Thermostatventilen gefördert.

Zunächst ist eine Registrierung des Antragsstellers auf der Internetseite des BAFA erforderlich. Nach erfolgter Registrierung kann auf eigenes finanzielles Risiko mit der Umsetzung der Maßnahme begonnen werden. Nach Umsetzung der Maßnahme und innerhalb von sechs Monaten nach der Registrierung können die für die Antragstellung relevanten Daten eingegeben und ab dem 15.08.2016 an das BAFA übermittelt werden.

Die Förderung ist nicht kombinierbar mit anderen Förderungen aus öffentlichen Mitteln für dieselben Maßnahmen. Weiterhin ist die Inanspruchnahme einer steuerlichen Förderung gemäß §35a Abs.3 EStG (Steuerermäßigung für Handwerksleistungen) für in diesem Programm geförderte Maßnahmen ausgeschlossen.

Neues Brennstoffzellen-Förderprogramm

Zusätzlich bietet das BMWi ein neues Förderprogramm für den Einbau stationärer Brennstoffzellen-Heizungen in Wohngebäuden.

Mit der Förderung von Brennstoffzellenheizungen startet zum 01.08.2016 der letzte Teil des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE), dass als Alternative zur gescheiterten steuerlichen Förderung aufgelegt wurde.

Ziel des neuen Programms ist es, stationäre Brennstoffzellen-Heizungen als zukunftsweisende Technologie zur gleichzeitigen hocheffizienten Strom- und Wärmeerzeugung breitenwirksam am Markt zu etablieren. Neben der effektiven Nutzung von Erdgas und der damit verbundenen Verringerung von CO2-Emissionen, bietet die Technologie gegenüber vergleichbaren konventionellen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen den Vorteil eines höheren Verhältnisses von elektrischer Energie zu nutzbarer Abwärme zur Beheizung von Gebäuden.

Eigentümer von Wohngebäuden können beim Kauf einer Brennstoffzelle attraktive Zuschüsse erhalten. Die Förderung gibt es für stationäre Brennstoffzellenheizungen in den Leistungsklassen von 250 Watt bis 5 Kilowatt elektrischer Leistung in neuen und bestehenden Wohngebäuden.

Die Förderung erfolgt als Zuschuss mit einem Grundbetrag von 5.700 Euro und einem leistungsabhängigen Betrag (Zusatz)

von 450 Euro je angefangener 100 W elektrische Leistung. Die Förderung ist mit den KWKG-Zuschlägen kumulierbar.

 

Die Beantragung erfolgt über die KfW mit dem Programm Nr. 433 „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle“.

Anträge können bei der KfW spätestens ab dem 31.08.2016 gestellt werden.

Deutschland macht´s effizient
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Seit 1999 informiert die BHKW-Infozentrum GbR auf zahlreichen Webseiten sowie in Fachzeitschriften über neue Technologien im Bereich alternativer und regenerativer Energieerzeugung mittels Blockheizkraftwerken (BHKW). Außerdem werden die Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen für BHKW-Anlagen und Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erläutert.
Seit dem 15. Oktober 2015 ist das neu gestaltete BHKW-Infozentrum online.

Ab Herbst 2016 wird eine BHKW-Datenbank mit komfortabler Suchfunktion auf der Seite BHKW-Beispiele.de online sein.
Außerdem können Interessierte in dem BHKW-Kenndaten-Tool 2015 aus einer Datenbank von mehr als 1.300 KWK-Modulen die technischen Daten sowie die Investitionskosten der jeweils interessanten Leistungsgröße heraus suchen.

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