Kraftwerks-Kapazität in Deutschland wird sich bis 2019 um 4.400 MW reduzieren

Originalbericht von     Autor: Michael Pecka

Rastatt, 29.09.2015

Bild eines Kraftwerkes (Bild: Robert Neumann - Fotolia)
In Süddeutschland sollen bis Ende 2019 Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 5,19 GW stillgelegt werden (Bild: Robert Neumann – Fotolia)

Laut der aktuellen Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur werden in Deutschland bis 2019 konventionelle Erzeugungslagen mit voraussichtlich knapp 9,48 GW Nettoleistung stillgelegt – mehr als die Hälfte davon in Süddeutschland.

Demgegenüber wird von 2015 bis 2019 der Zubau von Kraftwerken mit 5,11 GW Gesamtleistung erwartet, heißt es in der am 25. September aktualisierten Liste der Bundesnetzagentur. Daraus ergibt sich eine Verringerung der Kraftwerkskapazitäten um 4,37 GW in diesem Zeitraum. In Süddeutschland wird bis Ende 2019 die Stilllegung von Erzeugungsanlagen mit 5,19 GW Gesamtleistung erwartet, dem ein Zubau von 0,58 GW gegenüberstehen soll. Demnach wird der Rückbau der saldierte Kraftwerks-Kapazität ausschließlich den Süden Deutschlands betreffen.

Den aktuellen Zahlen zufolge ist derzeit eine Kraftwerksleistung von insgesamt 199,2 GW bei der Bundesnetzagentur registriert. Davon handelt es sich um erneuerbare Energien mit einer Leistung von 93.880 MW sowie um eine konventionelle Kapazität in Höhe von 105.288 MW.

Autor: Michael Pecka (Energie&Management), ergänzt von Markus Gailfuß (BHKW-Infozentrum) | Bild: Robert Neumann – Fotolia