Brennstoffzellen-Unternehmen meldet Insolvenz an

Rastatt, 05.03.2015


   

Der Hersteller der mit 60% elektrischen Wirkungsgrad revolutionären stromerzeugenden Heizung Bluegen befindet sich in Zahlungsunfähigkeit (Bild: Ceramic Fuell Cell Limited)

Die Ceramic Fuel Cells GmbH mit Sitz in Heinsheim hat das vorläufige Insolvenzverfahren beantragt. Australischer Mutterkonzern bereits in der freiwilligen Insolvenz. Zukunft der hocheffizienten Mini-Brennstoffzelle Bluegen noch ungewiss. Wartungsverträge werden noch erfüllt.

Das Produkt der australischen Ceramic Fuel Cell Ltd., eine Hochtemperaturbrennstoffzelle mit außerordentlich hohen elektrischen Wirkungsgraden, war vielversprechend. „Die Bluegen-Brennstoffzelle hatte mit 60% einen so hohen elektrischen Wirkungsgrad, wie man ihn sonst nur von großen Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD) kannte“, so Markus Gailfuß vom BHKW-Infozentrum. Die Brennstoffzelle Bluegen der CFC-Gruppe war ein Hoffnungsträger der Brennstoffzellen-Szene. Nahezu 600 Festoxid-Brennstoffzellen mit einer elektrischen Leistung von je 1,5 kW und einer thermischen Leistung von 0,6 kW wurden in Europa in den letzten Jahren installiert.

Am 4. März hat die in Heinsberg ansässige Ceramic Fuel Cells GmbH beim Amtsgericht in Aachen die Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens beantragt. Dies war notwendig geworden, weil keine finanziellen Mittel mehr seitens des australischen Mutterkonzerns an die deutsche Tochtergesellschaft gezahlt werden konnten. Das australische Brennstoffzellen-Unternehmen Ceramic Fuel Cells Limited hatte am 1. März 2015 freiwillige Administratoren ernannt, die bis auf weiteres die Geschäfte führen sollen. Der Handel mit Aktien von Ceramic Fuel Cells Ltd. (CFCL) wurde am 1. März 2015 ausgesetzt.

In einem Gespräch mit dem BHKW-Infozentrum ließ die Geschäftsführung der CFC GmbH verlautbaren, dass der Betrieb mit den rund 40 Mitarbeitern fortgeführt werde. Auch die Kundenbetreuung und die vertraglich vereinbarten Pflichten aus den Vollwartungsverträgen werden derzeit weiter realisiert.

Die Insolvenz trifft das Brennstoffzellen-Unternehmen zu einer ungünstigen Zeit. In wenigen Wochen sollte die neue Generation an Brennstoffzellen-Stacks vorgestellt werden. Diese sollten mit bis zu 7 Jahren nahezu doppelt so lange halten, wie die derzeit verbauten Brennstoffzellen-Stacks.

Das Unternehmen befindet sich nun auf der Suche nach Investoren, um die technisch erfolgreiche Arbeit fortführen zu können.

Autor: Markus Gailfuß (BHKW-Infozentrum) | Bild: Ceramic Fuell Cell Limited

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