Herrsching | 4. Februar 2016 |

Treibhausgase 2014 deutlich rückläufig

Trotz eines Emissionsanstiegs in den Sektoren Verkehr und Landwirtschaft sind die deutschen Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2014 erstmals seit Jahren zurückgegangen.

Die deutschen CO2-Emissionen haben sich nach Berechnungen des Umweltbundesamtes 2014 auf insgesamt 901,9 Mio. t belaufen, dies waren 43,3 Mio. t oder 4,6 % weniger als 2013. Die an die EU-Kommission übermittelten Daten weisen allerdings für die Bereiche Verkehr und Landwirtschaft einen Anstieg der Emissionen aus. So legten die Treibhausgas-Emissionen im Verkehrssektor aufgrund des zunehmenden Straßenverkehrs 2014 um 1,2 % auf rund 161 Mio. t zu. „Wir brauchen dringend eine verkehrspolitische Zäsur. Dazu gehört unter anderem ein besseres Angebot von Bus und Bahn, mehr Elektromobilität für Autos und Fahrräder und eine Förderung von Fuß- und Fahrradverkehr. Nur so werden wir es schaffen, unsere Klimaziele auch im Verkehr zu erreichen“, mahnte Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA.

In der Landwirtschaft stiegen die Emissionen 2014 um etwa 2,2 % gegenüber 2013 an und summieren sich nun auf 66 Mio. t. Hauptursache sind nach Darstellung des UBA die gestiegenen Emissionen aus der Kalkung und der Harnstoffdüngung sowie der Wegfall der Milchquote, der zu einer erhöhten Milchviehhaltung und höheren Methangasemissionen geführt habe. Auch der verstärkte Einsatz der Vergärung von Energiepflanzen zur Energiegewinnung habe zu dem Anstieg in diesem Sektor beigetragen, so das UBA.

Bei der Stromerzeugung wurden dagegen 20,9 Mio. t weniger CO2 emittiert als 2013. Obwohl der Stromexportsaldo weiter gestiegen sei, habe der Ausbau regenerativer Energien zur Stromerzeugung, insbesondere der Windenergie und der Photovoltaik, den Einsatz fossiler Energieträger weiter gesenkt. Auch für Heizzwecke waren aufgrund der milden Temperaturen 2014 weniger Öl und Gas verbraucht worden. Im Gebäudesektor konnten 2014 somit 20,8 Mio. t CO2 eingespart werden.

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Redakteur
Kai Eckert

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