Herrsching | 24. April 2019 |

Rolle der KWK beim Ausstieg aus der Kohle

Eine wichtige Rolle beim Ausstieg aus der Kohle spielen für die Grünen im Rahmen ihres 10-Punkte-Fahrplans die KWK, der massive Ausbau der erneuerbaren Energien sowie flankierende Maßnahmen.

Für den notwendigen Ausbau der Erneuerbaren Energien soll es neue höhere gesetzliche Ausbauziele geben, der Ausbaudeckel soll gestrichen und Eigenstrom aus erneuerbaren Energien sowie hocheffiziente KWK von der EEG-Umlage befreit und damit noch attraktiver gemacht werden. Für das KWKG, das „eine wesentliche Komponente in Hinblick auf die Ausstiegsmechanismen“ sei, sieht der Plan eine Novellierung und Verlängerung bis 2030 vor.

Dabei sei die Umstellung der Fernwärmeerzeugung auf Gas, Abwärme und erneuerbare Wärme zu forcieren, heißt es in dem von Grünen-Chefin Annalena Baerbock präsentierten Zehn-Punkte-Fahrplan für den Kohleausstieg. Ein Anteil der in KWK-Anlagen eingesetzten Energie müsse aus erneuerbaren Energien stammen und sukzessive gesteigert werden. Dazu brauche es eine Anpassung des Kohle-Ersatzbonus sowie einer Weiterentwicklung in Richtung "Grüne Fernwärme".

Schließlich sei, um eine ökologische Lenkungswirkung zu erreichen, neben dem Ordnungsrecht auch ein CO2-Mindestpreis im Rahmen des europäischen Emissionshandels (ETS) nötig, so Baerbock. Notfalls müsse dieser national eingeführt werden, wobei die Einnahmen vollständig der Gesellschaft und dem Klimaschutz zugute kommen sollen.

Die Grünen-Chefin betont, dass auch die Wettbewerbsfähigkeit der energie- und außenhandelsintensiven Industrie gewahrt werden müsse. Sie solle auf dem Weg zu klimafreundlichen Prozessen unter anderem auf Grundlage der EU-Strompreiskompensationsliste entlastet werden.

Der 10-Punkte-Fahrplan zum Kohleausstieg ist auf der Webseite der Grünen abrufbar.

10-Punkte-Fahrplan auf der Webseite der Grünen
10-Punkte-Fahrplan auf der Webseite der Grünen

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